Die Gefahren synthetischer Duftstoffe

Hanna Oltmanns - August 20, 2024

Die Environmental Working Group (EWG) führte eine Studie durch und stellte fest, dass Duftprodukte im Durchschnitt 14 versteckte Chemikalien enthalten, die nicht auf dem Etikett aufgeführt sind. Diese Chemikalien können Substanzen umfassen, die mit Hormonstörungen, allergischen Reaktionen und Fortpflanzungstoxizität in Verbindung stehen, was ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Produkte aufwirft, die wir täglich verwenden. Trotz dessen ist die Duftstoffindustrie nicht verpflichtet, diese versteckten Inhaltsstoffe offenzulegen, sodass Verbraucher nicht wissen, welchen Stoffen sie tatsächlich ausgesetzt sind.

Duft ist jedoch mehr als nur ein Etikett – er ist ein kraftvoller Auslöser, der tiefe Emotionen hervorrufen und uns in verschiedene Momente unseres Lebens zurückversetzen kann. Ein bestimmter Duft kann dich sofort an eine geliebte Kindheitserinnerung erinnern, wie den beruhigenden Geruch von Omas Küche oder ein Parfum, das an eine geliebte Person erinnert. Diese einzigartige Fähigkeit des Dufts macht es umso wichtiger, sich der Inhaltsstoffe der von uns gewählten Düfte bewusst zu sein.

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Was sind synthetische Düfte?

Synthetische Düfte sind chemisch hergestellte Duftstoffe, die in einer Vielzahl von Produkten vorkommen, von Kosmetika bis zu Haushaltsreinigern. Laut ihrer offiziellen Definition sind sie eine Mischung aus Chemikalien, die verwendet werden, um bestimmte Düfte zu erzeugen. Diese Düfte sind überall zu finden, einschließlich Hautpflegeprodukten, Waschmitteln, Kerzen und sogar Lebensmitteln.

Die Risiken synthetischer Düfte

Synthetische Düfte können über 3.000 verschiedene Chemikalien enthalten, von denen viele schädlich sind. Eine Studie der Environmental Working Group (EWG) ergab, dass synthetische Düfte oft versteckte Chemikalien enthalten, von denen einige mit ernsthaften Gesundheitsproblemen in Verbindung stehen.

Allergische Reaktionen

Düfte gehören weltweit zu den fünf häufigsten Allergenen und können Reaktionen wie Kopfschmerzen, Migräne und Hautreizungen auslösen. Mehr als 50 % der Shampoos, Conditioner und Stylingprodukte listen "Fragrance" als Inhaltsstoff auf, was die Leistung des Produkts jedoch nicht verbessert – es fügt lediglich einen künstlichen Duft hinzu.

Hormonelle Störungen

Viele Chemikalien in synthetischen Düften, darunter Phthalate und synthetische Moschusstoffe, sind dafür bekannt, das Hormonsystem zu stören. Diese Chemikalien können menschliche Hormone nachahmen, was zu abnormaler Zellvermehrung und langfristigen Gesundheitsrisiken wie Krebs, Unfruchtbarkeit und anderen hormonbedingten Problemen führen kann.

Krebserregend

Von den Tausenden von Chemikalien, die in synthetischen Düften verwendet werden, sind mindestens sieben als krebserregend bekannt, viele davon sind in der EU verboten, aber immer noch in Produkten erhältlich, die in den USA verkauft werden. Eine dieser Chemikalien, Benzolderivate, steht im Zusammenhang mit Leukämie und anderen Krebsarten.

Atemwegs- und neurologische Probleme

Regelmäßige Exposition gegenüber synthetischen Düften wurde mit Asthma, Atembeschwerden und neurologischen Symptomen wie Gehirnnebel, Schwindel und Kopfschmerzen in Verbindung gebracht. Dies ist besonders besorgniserregend für Personen mit bestehenden Atemwegserkrankungen.

Die Schlupflöcher der Schönheitsindustrie

Eines der größten Probleme bei synthetischen Düften in Schönheitsprodukten ist der Mangel an Transparenz. Hersteller dürfen diese chemischen Mischungen einfach als „Fragrance“ oder „Parfum“ kennzeichnen, ohne die einzelnen Inhaltsstoffe offenzulegen, dank eines gesetzlichen Schlupflochs, das "Geschäftsgeheimnisse" schützt. Dies ermöglicht es Unternehmen, Dutzende oder sogar Hunderte schädlicher Chemikalien hinter einem einzigen Begriff zu verbergen.

„Ein einziger synthetischer Duft kann bis zu 200 verschiedene Chemikalien enthalten, die alle unter dem Wort „Fragrance“ zusammengefasst sind.“

Wie man synthetische Düfte vermeidet

Hier sind einige Tipps, um sich vor den schädlichen Auswirkungen synthetischer Düfte zu schützen:

Inhaltsstoffetiketten sorgfältig lesen

Überprüfe immer die Produktetiketten auf Begriffe wie „Fragrance“ oder „Parfum“. Diese sind Warnzeichen für nicht offengelegte Chemikalien. Entscheide dich für Produkte, die ausdrücklich angeben, ätherische Öle oder natürliche Pflanzenextrakte zu verwenden.

Vertraute Marken wählen

Kleinere, umweltbewusste Marken sind oft transparenter bezüglich ihrer Inhaltsstoffe. Suche nach Marken, die sich verpflichten, 100 % natürliche Inhaltsstoffe zu verwenden, natürliche oder bio-Düfte priorisieren und offen über alle Produktbestandteile informieren.

Auf ätherische Öle umsteigen

Wähle Produkte, die mit ätherischen Ölen parfümiert sind, die aus natürlichen Quellen wie Pflanzen stammen und therapeutische Vorteile bieten können.

Vorsicht bei „duftfrei“

Einige „duftfreie“ Produkte können dennoch Chemikalien enthalten, um andere Gerüche zu überdecken. Überprüfe daher immer die Zutatenliste.

Apps zur Inhaltsstoffprüfung nutzen

Apps wie INCI Beauty, Think Dirty und Yuka können dir helfen, die Sicherheit der Inhaltsstoffe in deinen Hautpflegeprodukten zu überprüfen. Diese Apps scannen Produkt-Barcodes und liefern detaillierte Informationen zu jedem Inhaltsstoff.

Wenn du wissen möchtest, welche Sicherheitsbewertungen Suntribe-Produkte haben, schau dir unseren Artikel zu INCI Beauty und Yuka an.

Ätherische Öle vs. synthetische Düfte

Ätherische Öle sind zwar oft eine sicherere Alternative, bringen aber auch eigene Überlegungen mit sich. Sie werden aus natürlichen Pflanzenquellen wie Blumen, Blättern und Rinde gewonnen und sind im Allgemeinen frei von schädlichen Chemikalien.

Die Herstellung ätherischer Öle ist jedoch arbeitsintensiv und kostspielig. Zum Beispiel werden für die Herstellung von nur 1 kg Rosenöl bis zu 10.000 kg Rosenblätter benötigt. Das macht ätherische Öle teurer, aber sie bieten einzigartige Vorteile, die synthetische Düfte einfach nicht nachahmen können.

Die Umweltbelastung

Synthetische Düfte werden oft aus Petrochemikalien hergestellt, die aus fossilen Brennstoffen gewonnen werden. Dies trägt nicht nur zur Umweltverschmutzung bei, sondern führt auch dazu, dass Produkte viel länger brauchen, um sich im Ökosystem abzubauen.

Ätherische Öle hingegen sind biologisch abbaubar, haben einen viel geringeren ökologischen Fußabdruck und sind daher eine nachhaltigere Option.

Suntribes Engagement für 100 % natürliche Inhaltsstoffe

Bei Suntribe verwenden wir niemals synthetische Düfte in unseren Produkten. Unsere Formeln sind vollständig natürlich, und die dezenten Düfte stammen aus bio-Buttern, Wachsen oder ätherischen Ölen. Zum Beispiel stammt der Vanilleduft in unserem Baby & Kids SPF 30 Sonnencreme direkt aus der Frucht der Vanilleplanifolia-Orchidee – keine synthetische Nachahmung.

Wichtige Erkenntnisse

  • Synthetische Düfte können schädliche Chemikalien enthalten, die mit Allergien, Hormonstörungen und sogar Krebs in Verbindung stehen.
  • Sei proaktiv, indem du Etiketten liest und Produkte wählst, die ätherische Öle oder pflanzliche Aromen verwenden.
  • Nutze Apps wie INCI Beauty, Think Dirty oder Yuka, um potenziell schädliche Inhaltsstoffe in deinen Hautpflegeprodukten zu identifizieren.
  • Entscheide dich für vertrauenswürdige und kleinere Marken, die Transparenz und natürliche Inhaltsstoffe priorisieren.

Indem du informiertere Entscheidungen triffst, kannst du deine Gesundheit schützen und deine Exposition gegenüber giftigen Chemikalien reduzieren. Denk daran, jede kleine Veränderung in deiner täglichen Routine kann einen großen Einfluss auf dein langfristiges Wohlbefinden haben.

Über den Autor/die Autorin

Hanna Oltmanns

Hanna ist bei Suntribe Leiterin für Kundenzufriedenheit und die freundliche Stimme hinter unserem Support. Als Mutter von bald drei Kindern hat sie die Kunst gemeistert, Familienleben mit ihrer Liebe zur Natur zu verbinden und jeden Sonnenstrahl zu genießen. Ihre Tage beginnen oft ruhig mit einer Tasse Tee, frischer Luft und etwas Yoga, bevor die Welt erwacht. Und wenn es um die schwedische Fika geht, freut sich Hanna über selbstgebackene Leckereien, die sie mit ihren Liebsten teilt – eine Tradition, die ihr genauso viel bedeutet wie die Unterstützung der Suntribe-Community.