Hast du schon einmal folgendes Szenario erlebt? Es ist ein wunderschöner sonniger Tag und du möchtest jeden Sonnenstrahl genießen. Du trägst Sonnencreme auf alle Körperstellen auf, die der Sonne ausgesetzt sein könnten, und fühlst dich sicher geschützt, um den sonnigen Tag zu genießen. Am Abend zu Hause schaust du in den Spiegel und stellst fest, dass dein Vertrauen in die Sonnencreme allein vielleicht nicht ganz berechtigt war. Du hast einen Sonnenbrand bekommen, obwohl du sicher warst, dich geschützt zu haben. Ja, das ist uns auch schon passiert. Sonnenschutz ist mehr als nur das Auftragen von Sonnencreme. Lies weiter und du erfährst alles über die zehn goldenen Regeln für effektiven Sonnenschutz.
Die Vermeidung der Sonne während der Spitzenzeiten ist der Schlüssel, um keinen Sonnenbrand zu bekommen. Je nachdem, wie nah du am Äquator bist, variieren die Spitzenzeiten zwischen 11 Uhr und 16 Uhr. Beachte, dass direkte Sonneneinstrahlung über längere Zeiträume nie gesund ist. Es ist wichtig, wann immer möglich Schatten zu suchen, besonders während der Spitzenzeiten, aber auch davor und danach. Um dein Kind zu schützen, setze ein Baby bis zu 6 Monaten niemals direktem Sonnenlicht aus. Beachte, dass du auch im Schatten einen Sonnenbrand bekommen kannst! Das Positive daran ist, dass du dich auch im Schatten bräunen kannst.

Tatsächlich ist es die UV-Strahlung – nicht das Sonnenlicht – die deine Haut schädigt. Obwohl wir sie nicht sehen oder fühlen können, reflektieren UV-Strahlen von Oberflächen wie Sand, Wasser und sogar Glas. Während ein schattiger Baum oder ein Sonnensegel einige UV-Strahlen blockiert, werden andere von diesen sonnigen Flächen zurückgeworfen und erreichen deine Haut. Deshalb solltest du immer fünf Schutzmaßnahmen anwenden: luftige Kleidung mit langen Ärmeln (die Schultern und den Rücken bedeckend), Sonnencreme, einen Hut, eine Sonnenbrille und natürlich Schatten, wenn möglich.

Wenn es keine natürlichen Schattenplätze gibt, können ein Strandsonnenschirm und/oder ein Strandzelt sehr nützlich sein. Achte darauf, den Ultravioletten Schutzfaktor (UPF) auf dem Etikett von jeglicher sonnenabweisender Kleidung oder Textilien, die du verwendest, zu überprüfen. Um effektiven Schatten zu schaffen, sollte der UPF mindestens 30 betragen. Die UPF-Bewertung entspricht fast der gleichen Skala wie die SPF-Bewertung, z.B. blockiert UPF 35 97,4 % der UV-Strahlung, während SPF 30 97 % der UVB-Strahlen blockiert. Das Gute daran: Die UPF-Bewertung bezieht sich sowohl auf UVA- als auch UVB-Schutz. Eng gewebte und dickere Kleidungsstücke lassen weniger UV-Strahlung an die Haut, allerdings wird dieser Effekt stark reduziert, wenn das Kleidungsstück nass wird.
Trage Sonnencreme nach dem Schwimmen oder Abtrocknen mit einem Handtuch erneut auf. Wenn du eine Tagescreme mit SPF verwendest, solltest du diese ebenfalls nachcremen. Alle nicht sichtbaren SPF-Produkte müssen spätestens alle zwei Stunden erneut aufgetragen werden, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Die Ausnahme bilden unsere Sportprodukte wie die Zink-Sticks und Zink-Sonnencremes für Gesicht & Sport. Bei deren Verwendung bist du geschützt, solange du eine sichtbare Schicht erkennen kannst.

Wenn du im Winter Ski fährst oder snowboardest, solltest du wissen, dass Schnee UV-Strahlen stark reflektiert. An einem sonnigen Tag mit sauberem, frischem Schnee kann UV-Strahlung bis zu 90 % von schneebedeckten Flächen reflektiert werden. Das bedeutet, dass du fast die doppelte UV-Dosis abbekommst, als wenn kein Schnee da wäre.
Wenn du deinen Sommerurlaub am Meer genießt, bedenke, dass Wasser bis zu 10 % der UV-Strahlen reflektiert, während Sand und Meerschaum jeweils 15 % bzw. 25 % der UV-Strahlen zurückwerfen.

Bei einem Skiurlaub solltest du nicht nur wegen des Schnees besonders vorsichtig sein, sondern auch wegen der Höhe. Da die Atmosphäre in großen Höhen dünner ist, wird weniger UV-Strahlung absorbiert, und die UV-Intensität steigt um etwa 10–12 % pro 1000 Meter Höhenzunahme. Daher solltest du in den Bergen öfter Sonnencreme nachtragen.
Lass dich von einem bewölkten Tag nicht täuschen. Selbst wenn der Himmel mit Wolken bedeckt ist, erreicht bis zu 80 % der UV-Strahlung immer noch die Erdoberfläche. Während einige Wolken Sonnenlicht absorbieren können, können dünne oder leichte Wolken die UV-Werte sogar erhöhen, da sie die Sonnenstrahlen streuen und somit die Möglichkeit einer Schädigung erhöhen.
Eine Bräune entspricht nur einem Sonnenschutzfaktor (SPF) von 3 bis 4 und ist daher kein wirklicher Schutz für deine Haut. Denk daran, dass UVA-Strahlen deine Haut auch dann noch schädigen können, wenn du gebräunt bist, obwohl sie unsichtbar sind. UV-Schäden können in jedem Alter auftreten! Trage Sonnencreme, auch wenn du denkst: „Es ist jetzt zu spät, damit anzufangen“. Hautkrebs ist das Ergebnis der kumulierten UV-Exposition im Laufe deines gesamten Lebens. Es gibt kein „Ich bekomme keinen Hautkrebs, weil ich bräune und nicht verbrenne“.

Nach Angaben der FDA gibt es 6 verschiedene Hauttypen. Sie werden alle nach der Menge des Pigments Melanin in unserer Haut klassifiziert, das für den Bräunungseffekt verantwortlich ist. Sie werden durch die konstitutionelle Farbe und das Ergebnis der Sonnenexposition (Bräunung) bestimmt. Deinen Hauttyp zu kennen, erfordert daher Erfahrung, aber du kannst die folgende Tabelle nutzen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, welchen Hauttyp du haben könntest.
Dieses Wissen hilft dir, dich entsprechend deiner persönlichen Bedürfnisse vor Sonnenbrand zu schützen und ermöglicht dir, deine Haut bestmöglich zu pflegen. Deine Haut könnte eher blassweiß als dunkelbraun sein und ist daher viel empfindlicher gegenüber Sonnenbrand, was mehr Schutz und Pflege erfordert. Deinen Hauttyp zu kennen, hilft dir auch, andere durch UV verursachte Schäden an deiner Haut zu vermeiden, einfach indem du dir deiner persönlichen Reaktion auf Sonnenlicht bewusst bist.
Wie du siehst, geht Sonnenschutz weit über das einfache Auftragen von Sonnencreme hinaus. Auch wenn dies zweifellos der erste und sehr wichtige Schritt ist, erfordert der Schutz deiner Haut Pflege und Bewusstsein auf mehreren Ebenen. Wir hoffen, dass du diese Tipps nützlich findest, um sicher in der Sonne zu bleiben! Wenn du noch keine mineralische Sonnencreme zur Hand hast, schau doch in unserem Shop vorbei, indem du dem untenstehenden Link folgst. Als besonderes Extra gebe ich dir, der du bis hierher gelesen hast, 10 % Rabatt auf alle Produkte im Shop. Gib einfach „stayingsafe“ im Gutscheinfeld beim Checkout ein. Viel Spaß!